Dinslaken
Dinslaken, Germany

Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Dinslaken

Dinslaken liegt am Rande des Niederrheins, wo quartäre Kiese und Sande der Rheinterrassen auf schluffige Deckschichten treffen. Die Grundwasserflurabstände schwanken hier zwischen zwei und fünf Metern. Genau diese Wechselhaftigkeit macht den Felddurchlässigkeitsversuch unverzichtbar, wenn Bauherren die tatsächliche Infiltrationsrate des Untergrunds kennen müssen. Anders als Laborwerte an kleinen Proben erfasst der Lefranc-Versuch die Durchlässigkeit im ungestörten Bodenverband – mit allen Inhomogenitäten, die in Dinslaken durch wechselnde Auelehm- und Kieslagen typisch sind. Bei geklüftetem Fels, etwa im tieferen Karbon, kommt das Lugeon-Verfahren zum Einsatz. Beide Methoden liefern belastbare kf-Werte für Versickerungsanlagen, Baugrubenwasserhaltungen und Deponieabdichtungen.

Ein Lefranc-Versuch vor Ort erspart Ihnen die Unsicherheit, die aus umgelagerten Laborproben entsteht – gerade in heterogenen Rheinterrassen.

Angewandte Methodik in Dinslaken

Dinslaken zählt rund 67.000 Einwohner und erfährt seit Jahren einen Zuwachs an Gewerbeflächen entlang der A3 und A59. Viele dieser Projekte erfordern dezentrale Regenwasserbewirtschaftung. Der Felddurchlässigkeitsversuch wird hier meist als Lefranc-Test mit offener oder geschlossener Lanze ausgeführt – abhängig von der Tiefenlage des Grundwassers. Die Bohrdurchmesser liegen zwischen 100 und 200 mm. Entscheidend ist die stationäre oder instationäre Auswertung nach Hvorslev, wobei wir die Absenkkurve über mindestens drei Log-Zyklen aufzeichnen. Bei Festgestein im Untergrund, das in Dinslaken vereinzelt ansteht, steuern wir Lugeon-Packer-Tests in fünf Druckstufen – gemäß den Empfehlungen des Arbeitskreises 'Versuchsfeldtechnik' der DGGT. In laufenden Projekten kombinieren wir die Ergebnisse oft mit einer Korngrößenanalyse zur Plausibilisierung der Sieblinie.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Dinslaken
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Dinslaken
ParameterTypischer Wert
VerfahrenLefranc (offen/geschlossen), Lugeon (Fels)
Bohrdurchmesser Lefranc100–200 mm
Grundwasseranschnitt≥ 1,5 m unter Testhorizont
Druckstufen Lugeon5 Stufen, 0–10 bar, je 10 min
AuswertungsmethodeHvorslev, Theis, Cooper-Bredehoeft
Normative ReferenzDIN EN ISO 22282-2, DGGT Empfehlungen
Zielgrößekf-Wert [m/s]
BerichtsumfangMessprotokoll, Auswertegrafiken, Bohrprofil

Kritische Bodenfaktoren in Dinslaken

In Dinslaken sehen wir immer wieder, dass Bauherren allein auf Erfahrungswerte aus Nachbargrundstücken vertrauen. Das kann teuer enden. Die Rheinterrassen sind kleinteilig aufgebaut – eine alte Flutrinne oder eine Linse aus schluffigem Auelehm genügt, um den kf-Wert um zwei Zehnerpotenzen zu reduzieren. Ohne belastbaren Felddurchlässigkeitsversuch fallen Versickerungsmulden zu klein aus, Drainagen versagen, und die Bauwerksabdichtung wird falsch dimensioniert. Beim Lugeon-Test im Fels kommt das Risiko der Kluftöffnung hinzu: Wird der Prüfdruck zu hoch angesetzt, verfälschen hydraulisch aufgeweitete Klüfte das Ergebnis irreversibel. Unser Team fährt die Druckstufen daher streng nach dem Hüllkurven-Prinzip und dokumentiert Abweichungen lückenlos, sodass die Ergebnisse vor jedem Prüfstatiker bestehen.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22282-2:2012-09 – Geotechnische Erkundung – Feldversuche – Teil 2: Versickerungsversuche, DGGT Empfehlungen des Arbeitskreises 2.7 'Versuchsfeldtechnik', DWA-A 138: Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser

Unsere Leistungen


Unser Leistungsspektrum für die direkte Durchlässigkeitsbestimmung in Dinslaken deckt Lockergestein und Festgestein gleichermaßen ab:

Lefranc-Versickerungsversuch

Stationäre und instationäre Tests im Lockergestein. Wir setzen das Verfahren gezielt in Kiesen, Sanden und schluffigen Deckschichten der Niederrhein-Terrassen ein.

Lugeon-Test im Festgestein

Packer-Tests mit fünf Druckstufen zur Ermittlung der Gebirgsdurchlässigkeit. Standardmäßig ausgewertet nach Houlsby, inklusive Analyse der Kluftverformung.

Kombinierte Durchlässigkeitsprofile

Vertikale Profilierung des kf-Werts über die Tiefe durch gestaffelte Lefranc-Tests. Wichtig für mehrschichtige Untergründe mit Grundwasserstockwerken.

FAQ

Wann ist ein Lefranc-Versuch einem Laborversuch vorzuziehen?

Immer dann, wenn das Bodengefüge nicht gestört werden darf. Laborversuche an Sonderproben erfassen nicht die Makroporen, Schichtfugen oder Kiesnester, die den kf-Wert im Feld dominieren. In heterogenen Böden wie den Rheinterrassen in Dinslaken liefert nur der Felddurchlässigkeitsversuch repräsentative Werte.

Mit welchen Kosten muss ich für einen Lefranc-Versuch in Dinslaken rechnen?

Die Kosten für einen Felddurchlässigkeitsversuch in Dinslaken bewegen sich üblicherweise in einer Spanne von €540 bis €1000 pro Testhorizont, abhängig von Bohrtiefe, Grundwasserstand und ob eine offene oder geschlossene Lanze zum Einsatz kommt.

Welche Genehmigung brauche ich für den Versuch?

Der Felddurchlässigkeitsversuch selbst ist ein Bohrkernbegleitender Test und benötigt keine separate wasserrechtliche Erlaubnis. Allerdings muss die zugehörige Bohrung bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises Wesel angezeigt werden, sobald Grundwasser aufgeschlossen wird. Wir übernehmen die Dokumentation für die Anzeige. Mehr Info.

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