Ein kalibrierter Tachymeter und das DN50-Rammgestänge mit Spitzendrucksonde sind die ersten Geräte, die in Dinslaken aufs Feld kommen, noch bevor ein Bagger die Baugrube aushebt. Wir ermitteln damit die genaue Lagerungsdichte der quartären Terrassenkiese, die in der Rheinebene unterhalb der Stadt in Tiefen von 1,20 m bis 3,50 m anstehen und als idealer Gründungshorizont für eine Flachgründungsbemessung gelten. Weil der Grundwasserspiegel in Dinslaken oft nur 80 cm unter GOK liegt, wird parallel ein automatischer Datensammler für Porenwasserdruck installiert, um den Einfluss des Kapillarsaums auf die Tragfähigkeit zu quantifizieren. Diese Messwerte fließen direkt in die Berechnung der Sohlspannungen ein, die wir nach dem Teilsicherheitskonzept des Eurocode 7 aufbereiten, um jede lokale Setzungsmulde bereits im Vorfeld zu erkennen und die Plattengeometrie entsprechend zu dimensionieren.
Die Bettungsziffer eines Dinslakener Auenlehms variiert um bis zu 40 %, sobald der Grundwasserspiegel nur um 30 cm schwankt – eine statische Bemessung ohne diese Dynamik ist fahrlässig.
Angewandte Methodik in Dinslaken

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Kritische Bodenfaktoren in Dinslaken
Das niederrheinische Klima mit seinen Starkregenereignissen und der hohen Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 78 % stellt für die Flachgründungsbemessung in Dinslaken eine besondere Herausforderung dar, weil die oberflächennahen Lösslehme bei Wasserzutritt zu einem kollapsartigen Gefügezerfall neigen. Eine unzureichend dimensionierte Sauberkeitsschicht oder ein fehlender Bodenaustausch gegen ein kapillarbrechendes Grobkiespolster führen dann zum hydraulischen Grundbruch, lange bevor die statische Verkehrslast aufgebracht wird. Wir begegnen diesem Risiko mit einer Kombination aus In-situ-Durchlässigkeitsversuchen im Bohrloch und der numerischen Simulation der Sickerlinie unter der Gründungsfuge, um die Auftriebssicherheit bei extremen Hochwasserständen der Emscher zu gewährleisten. Zusätzlich wird die Gefahr von differentiellen Setzungen, die durch die unregelmäßige Mächtigkeit der Auffüllungen im Stadtgebiet Dinslaken entsteht, durch ein engmaschiges Raster von Rammsondierungen eingegrenzt.
Unsere Leistungen
Unsere Flachgründungsbemessung in Dinslaken umfasst alle erforderlichen Schritte von der Felduntersuchung bis zur Ausführungszeichnung, abgestimmt auf die lokalen Baugrundrisiken:
Geotechnische Felduntersuchung
Ausführung von Rammkernsondierungen und schweren Rammsondierungen (DPH) in Dinslakens Ortsteilen, ergänzt durch Grundwassermessstellen zur Erfassung der saisonalen Schwankungen in der Emscherniederung.
Bodenmechanische Laboranalyse
Klassifikation der quartären Sedimente und anthropogenen Auffüllungen im Labor, inklusive Rahmenscherversuchen und Kompressionsversuchen zur Ableitung der Steifigkeitsparameter für das Bettungsmodulverfahren.
Standsicherheits- und Setzungsgutachten
Erstellung des prüffähigen Standsicherheitsnachweises für die Flachgründung gemäß DIN 1054, inklusive der Berechnung von Grundbruch, Gleiten und der zu erwartenden Setzungsmulde für den konkreten Baukörper in Dinslaken.
FAQ
Welche Bodenklassen dominieren in Dinslaken und wie beeinflussen sie die Flachgründungsbemessung?
In Dinslaken dominieren quartäre Sande und Kiese der Niederterrasse, die von Auelehmen und schluffigen Deckschichten überlagert werden. Diese bindigen Böden sind setzungsempfindlich, weshalb die Flachgründungsbemessung einen Bodenaustausch oder eine elastisch gebettete Platte vorsieht, um die Spannung auf die tragfähigeren Kiese unterhalb der weichen Schicht zu verteilen.
Was kostet eine Flachgründungsbemessung für ein Einfamilienhaus in Dinslaken ungefähr?
Für ein typisches Einfamilienhaus in Dinslaken liegen die Kosten für die vollständige Flachgründungsbemessung – inklusive der erforderlichen Feldversuche, Laboranalysen und des prüffähigen Gutachtens – in einer Spanne von ca. €1.820 bis €2.610, abhängig vom Aufwand der Baugrunderkundung und der Komplexität des Schichtenprofils.
Muss bei einer Flachgründung auf ehemaligen Bergbauflächen in Dinslaken eine Sicherung gegen Tagesbrüche erfolgen?
Ja, in den bergbaubeeinflussten Zonen Dinslakens ist die Tagesbruchgefahr durch verflachte Schächte oder unverfüllte Stollen zu prüfen. Unsere Flachgründungsbemessung integriert das Auslaufermodell nach Schürmann, um die Bruchweite zu berechnen, und sieht bei Bedarf eine bewehrte Gründungsplatte oder eine lastverteilende Geokunststoffbewehrung vor.
Warum ist der Plattendruckversuch in Dinslaken für die Bemessung so entscheidend?
Der Plattendruckversuch nach DIN 18134 ist hier unverzichtbar, weil er direkt auf der Aushubsohle den Verformungsmodul Ev2 und den Bettungsmodul ks liefert. In Dinslaken mit seinen oft ungleichförmigen Auffüllungen aus der Industriezeit kann nur dieser direkte Versuch sicherstellen, dass die rechnerisch angesetzten Bodenkennwerte der Flachgründung auch tatsächlich in der Fläche anstehen und keine lokalen Schwächezonen übersehen werden.