Dinslaken
Dinslaken, Germany

Triaxialversuch in Dinslaken: Kennwerte für standsichere Gründungen

Die Bodenverhältnisse in Dinslaken wechseln auf kurzer Distanz. Im Bereich der Emscher-Niederung stehen weiche Auenlehme und Torflinsen an, während Richtung Hünxe und zum unteren Niederrhein hin sandig-kiesige Terrassenablagerungen dominieren. Diese Kontraste verlangen einen genauen Blick auf die Scherfestigkeit. Ein Sondierung mit CPT liefert uns das Profil vor Ort, aber erst der Triaxialversuch gibt belastbare Zahlen für den Rechenwert. In Dinslaken arbeiten wir mit dem Konsolidationszustand des Bodens, wie er wirklich ansteht. Die Probe wird unter Seitendruck gesetzt, bis zum Bruch gefahren und liefert Kohäsion c' und Reibungswinkel φ'. Zahlen, nicht Schätzungen. So entstehen Bemessungsprofile, die den heterogenen Untergrund der Stadt realistisch abbilden. Gerade im Übergang vom Rheinischen Schiefergebirge zur Niederrheinischen Bucht zählt jedes Prozent Genauigkeit.

Ein Triaxialversuch liefert c' und φ' – die beiden Zahlen, die über Standsicherheit oder Versagen entscheiden.

Angewandte Methodik in Dinslaken

Die Niederschläge im westlichen Ruhrgebiet erreichen im Jahresmittel über 800 mm, Dinslaken liegt dazu im Einfluss des Rheins mit teils hoch anstehendem Grundwasser. Diese Bedingungen verändern die effektiven Spannungen im Boden spürbar. Wir fahren den Triaxialversuch deshalb konsequent mit Porenwasserdruckmessung nach DIN 18137-2. Dränierte und undränierte Versuche decken beide Lastfälle ab. In weichen Tonschichten nahe dem Rotbach kombinieren wir den Versuch oft mit der Korngrößenanalyse als Vorab-Check, um Feinkornanteil und Plastizität einzuordnen. Die Proben stammen aus Kernbohrungen, ungestört entnommen und sofort ins Labor gebracht. Dort laufen sie unter definierten Drücken, bis die Bruchlinie im Mohr-Coulomb-Diagramm steht. Der Prüfbericht enthält den wirksamen Winkel der Gesamtscherfestigkeit – direkt verwertbar für den Statiker.
Triaxialversuch in Dinslaken: Kennwerte für standsichere Gründungen
Triaxialversuch in Dinslaken: Kennwerte für standsichere Gründungen
ParameterTypischer Wert
NormDIN 18137-2, DIN EN ISO 17892-9
ProbenvorbereitungUngestört, zylindrisch d=50 mm, h=100 mm
VersuchstypenCD (dräniert), CU (undräniert mit PWP-Messung), UU
Seitendrücke σ33 Stufen, orientiert an in-situ Überlagerungsdruck
PorenwasserdruckElektronischer Druckaufnehmer, Messung während Scherung
Schergeschwindigkeit0.01–0.05 mm/min, abhängig von Durchlässigkeit
Ergebnisgrößenφ' (Reibungswinkel), c' (Kohäsion), E, ν

Kritische Bodenfaktoren in Dinslaken

Die Prüfmaschine im Labor: ein servohydraulischer Lastrahmen mit Triaxialzelle, in Dinslaken ausgelegt für maximale Axiallasten von 100 kN und Zelldrücke bis 2 MPa. Die Probe sitzt zwischen zwei Drucksonden, ummantelt von einer Gummimembran, umgeben von Wasser als Druckmedium. Ein Ausfall der Porenwassermessung während des Versuchs macht den kompletten Durchlauf unbrauchbar. Deshalb kalibrieren wir die Druckaufnehmer vor jeder Serie. In den Auenböden Dinslakens mit ihren organischen Einschlüssen besteht zudem das Risiko, dass sich Gasblasen im Porenwasser bilden und die B-Wert-Sättigung unter 95 % fällt. Dann stimmen die Volumenänderungen nicht mehr. Unser Laborprotokoll verlangt in solchen Fällen einen Back-Pressure-Aufbau, bis die Sättigung nachweisbar steht. Ohne diese Kontrolle sind die Bruchspannungskreise wertlos.

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Anwendbare Normen: DIN 18137-2, DIN EN ISO 17892-9, DIN 4020

Unsere Leistungen


Unser Leistungsumfang für den Triaxialversuch in Dinslaken deckt den gesamten Prüfablauf ab: von der Probenentnahme auf der Baustelle bis zum unterschriftsreifen Prüfbericht.

Triaxialversuch CD / CU / UU

Scherversuch an ungestörten Proben unter dreiachsialem Spannungszustand. Inklusive Sättigungsphase, Konsolidation und geführter Abscherung mit elektronischer Messdatenerfassung. Auswertung nach Mohr-Coulomb, Spannungs-Dehnungs-Diagramm und Porenwasserdruckverlauf.

Parameterstudie für FEM-Berechnungen

Ermittlung der Steifigkeitsparameter E50 und Eur aus zyklischen Be- und Entlastungsschleifen während des Triaxialversuchs. Für Projekte in Dinslaken, die mit Finite-Elemente-Modellen rechnen, liefern wir die spannungsabhängigen Steifigkeiten für das Hardening-Soil-Modell.

Erläuterungsvideo

FAQ

Was kostet ein Triaxialversuch in Dinslaken?

Ein Satz aus drei Einzelversuchen (3 Seitendruckstufen) liegt je nach Aufwand zwischen 1.920 und 2.300 Euro. Der Preis hängt vom Versuchstyp (CD, CU, UU) und der erforderlichen Sättigungszeit ab. Bei organischen Böden mit langer Back-Pressure-Phase kann der Aufwand steigen.

Wann brauche ich einen Triaxialversuch statt eines Rahmenscherversuchs?

Der Triaxialversuch bildet den Spannungszustand im Baugrund realistischer ab als der Rahmenscherversuch, weil die Probe nicht in einer vorgegebenen Fläche schert, sondern sich die Bruchfläche frei entwickeln kann. Bei weichen, normalkonsolidierten Böden, wie sie in der Emscherniederung Dinslakens vorkommen, liefert der Triaxialversuch deutlich zuverlässigere Rechenwerte für φ'.

Wie lange dauert ein Triaxialversuch?

Für einen CD-Versuch rechnen Sie pro Druckstufe mit etwa 5 bis 7 Werktagen, da die Schergeschwindigkeit an die Durchlässigkeit des Bodens gekoppelt ist. Ein kompletter Satz mit drei Stufen plus Konsolidation und Auswertung ist nach rund drei Wochen abgeschlossen.

Welche Bodenarten können im Triaxialversuch geprüft werden?

Bindige und nichtbindige Böden. In Dinslaken prüfen wir regelmäßig Geschiebemergel, Auenlehm, Terrassensande und auch stark vorbelastete Tone. Die Proben müssen ungestört entnommen sein – bei rolligen Böden gelingt das mit speziellen Entnahmetechniken.

Wie werden die Proben für den Triaxialversuch entnommen?

Die Entnahme erfolgt mit dünnwandigen Stahlzylindern aus Kernbohrungen. In Dinslaken setzen wir bei empfindlichen Böden auf eine Doppelkernrohr-Technik mit Kunststoffliner, um Erschütterungen und Austrocknung zu vermeiden. Die Proben werden sofort nach Entnahme versiegelt und unverzüglich ins Labor transportiert.

Abdeckung in Dinslaken