Die Bodenverhältnisse in Dinslaken wechseln auf kurzer Distanz. Im Bereich der Emscher-Niederung stehen weiche Auenlehme und Torflinsen an, während Richtung Hünxe und zum unteren Niederrhein hin sandig-kiesige Terrassenablagerungen dominieren. Diese Kontraste verlangen einen genauen Blick auf die Scherfestigkeit. Ein Sondierung mit CPT liefert uns das Profil vor Ort, aber erst der Triaxialversuch gibt belastbare Zahlen für den Rechenwert. In Dinslaken arbeiten wir mit dem Konsolidationszustand des Bodens, wie er wirklich ansteht. Die Probe wird unter Seitendruck gesetzt, bis zum Bruch gefahren und liefert Kohäsion c' und Reibungswinkel φ'. Zahlen, nicht Schätzungen. So entstehen Bemessungsprofile, die den heterogenen Untergrund der Stadt realistisch abbilden. Gerade im Übergang vom Rheinischen Schiefergebirge zur Niederrheinischen Bucht zählt jedes Prozent Genauigkeit.
Ein Triaxialversuch liefert c' und φ' – die beiden Zahlen, die über Standsicherheit oder Versagen entscheiden.
Angewandte Methodik in Dinslaken

Kritische Bodenfaktoren in Dinslaken
Die Prüfmaschine im Labor: ein servohydraulischer Lastrahmen mit Triaxialzelle, in Dinslaken ausgelegt für maximale Axiallasten von 100 kN und Zelldrücke bis 2 MPa. Die Probe sitzt zwischen zwei Drucksonden, ummantelt von einer Gummimembran, umgeben von Wasser als Druckmedium. Ein Ausfall der Porenwassermessung während des Versuchs macht den kompletten Durchlauf unbrauchbar. Deshalb kalibrieren wir die Druckaufnehmer vor jeder Serie. In den Auenböden Dinslakens mit ihren organischen Einschlüssen besteht zudem das Risiko, dass sich Gasblasen im Porenwasser bilden und die B-Wert-Sättigung unter 95 % fällt. Dann stimmen die Volumenänderungen nicht mehr. Unser Laborprotokoll verlangt in solchen Fällen einen Back-Pressure-Aufbau, bis die Sättigung nachweisbar steht. Ohne diese Kontrolle sind die Bruchspannungskreise wertlos.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsumfang für den Triaxialversuch in Dinslaken deckt den gesamten Prüfablauf ab: von der Probenentnahme auf der Baustelle bis zum unterschriftsreifen Prüfbericht.
Triaxialversuch CD / CU / UU
Scherversuch an ungestörten Proben unter dreiachsialem Spannungszustand. Inklusive Sättigungsphase, Konsolidation und geführter Abscherung mit elektronischer Messdatenerfassung. Auswertung nach Mohr-Coulomb, Spannungs-Dehnungs-Diagramm und Porenwasserdruckverlauf.
Parameterstudie für FEM-Berechnungen
Ermittlung der Steifigkeitsparameter E50 und Eur aus zyklischen Be- und Entlastungsschleifen während des Triaxialversuchs. Für Projekte in Dinslaken, die mit Finite-Elemente-Modellen rechnen, liefern wir die spannungsabhängigen Steifigkeiten für das Hardening-Soil-Modell.
Erläuterungsvideo
FAQ
Was kostet ein Triaxialversuch in Dinslaken?
Ein Satz aus drei Einzelversuchen (3 Seitendruckstufen) liegt je nach Aufwand zwischen 1.920 und 2.300 Euro. Der Preis hängt vom Versuchstyp (CD, CU, UU) und der erforderlichen Sättigungszeit ab. Bei organischen Böden mit langer Back-Pressure-Phase kann der Aufwand steigen.
Wann brauche ich einen Triaxialversuch statt eines Rahmenscherversuchs?
Der Triaxialversuch bildet den Spannungszustand im Baugrund realistischer ab als der Rahmenscherversuch, weil die Probe nicht in einer vorgegebenen Fläche schert, sondern sich die Bruchfläche frei entwickeln kann. Bei weichen, normalkonsolidierten Böden, wie sie in der Emscherniederung Dinslakens vorkommen, liefert der Triaxialversuch deutlich zuverlässigere Rechenwerte für φ'.
Wie lange dauert ein Triaxialversuch?
Für einen CD-Versuch rechnen Sie pro Druckstufe mit etwa 5 bis 7 Werktagen, da die Schergeschwindigkeit an die Durchlässigkeit des Bodens gekoppelt ist. Ein kompletter Satz mit drei Stufen plus Konsolidation und Auswertung ist nach rund drei Wochen abgeschlossen.
Welche Bodenarten können im Triaxialversuch geprüft werden?
Bindige und nichtbindige Böden. In Dinslaken prüfen wir regelmäßig Geschiebemergel, Auenlehm, Terrassensande und auch stark vorbelastete Tone. Die Proben müssen ungestört entnommen sein – bei rolligen Böden gelingt das mit speziellen Entnahmetechniken.
Wie werden die Proben für den Triaxialversuch entnommen?
Die Entnahme erfolgt mit dünnwandigen Stahlzylindern aus Kernbohrungen. In Dinslaken setzen wir bei empfindlichen Böden auf eine Doppelkernrohr-Technik mit Kunststoffliner, um Erschütterungen und Austrocknung zu vermeiden. Die Proben werden sofort nach Entnahme versiegelt und unverzüglich ins Labor transportiert.